{"id":2735,"date":"2010-09-12T20:39:03","date_gmt":"2010-09-12T18:39:03","guid":{"rendered":"https:\/\/acureus.com\/?p=2735"},"modified":"2012-07-12T15:01:23","modified_gmt":"2012-07-12T14:01:23","slug":"flohmarkt-regeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.acureus.com\/?p=2735","title":{"rendered":"Flohmarkt-Regeln"},"content":{"rendered":"<p>Ich war heute auf dem Sonntag-Flohmarkt in Neuperlach auf dem PEP-Parkplatz um dort einige Sachen zu verkaufen. Ich kann den Flohmarkt nur empfehlen, weil er a) kein riesen Flohmarkt (\u00e0 la Riemer Flohmarkt) und b) kein winziger Flohmarkt (\u00e0 la Garagenflohmarkt) ist, also meiner Meinung nach genau die richtige Gr\u00f6\u00dfe hat. Wenn man &#8222;einfach mal nur dr\u00fcber schauen will&#8220;, ist man in ca. 30 Minuten durch. Wenn man sich alles genau anschaut kann&#8217;s l\u00e4nger dauern ;-) Standgeb\u00fchr betr\u00e4gt f\u00fcr einen Stand der eigenen Autol\u00e4nge 15\u20ac. F\u00fcr alle dies interessiert, <a href=\"http:\/\/www.neuperlach.org\/blog\/?p=3346\" target=\"_blank\">hier<\/a> findet ihr die Termine an denen er stattfindet. Auf &#8222;Gesamten Post anzeigen&#8220; klicken, dann sieht man die Samstag <strong>und<\/strong> die Sonntag-Flohm\u00e4rkte, letztere sind die, die ich besuche.<\/p>\n<p>Aber genug Werbung gemacht. Ich m\u00f6chte hier ein paar Tipps f\u00fcr Verk\u00e4ufer aufstellen (auch wenn ich nicht gerade der *super-seller* bin und es sicher viele erfahrenere Leute daf\u00fcr gibt).<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Die richtigen Sachen und der richtige Preis<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Der Flohmarkt ist so eine Sache. Auf den Flohmarkt sollte man nur Dinge geben, die man entweder wirklich wegschmei\u00dfen w\u00fcrde (weil man nicht mehr dran h\u00e4ngt) oder Dinge, die man woanders nicht f\u00fcr einen akzeptablen Preis verkaufen kann (eBay, Amazon,&#8230;). Denn auf dem Flohmarkt werden Sachen nur zu 5-10% vom Original-Preis verkauft. Das bedeutet: Wenn man nicht unbedingt irgendwelche Markensachen hat (die man dann auf eBay eigentlich fair loswerden kann), dann kann man f\u00fcr Kleidung (Hose, T-Shirt, Accesoires) 2-4\u20ac, f\u00fcr Schuhe 4-8\u20ac und f\u00fcr Jacken, M\u00e4ntel, Kleider, Hosenanz\u00fcge usw bis zu 15\u20ac verlangen. Es kommt nat\u00fcrlich immer auf die Qualit\u00e4t und die Art an. Gute Marken mal ausgeschlossen, wirst du Flip-Flops nicht \u00fcber 4\u20ac los, daf\u00fcr kannst du f\u00fcr gescheite Stiefel oder Sportschuhe auch bis zu 10\u20ac bekommen. Der Zustand spielt da nat\u00fcrlich auch &#8217;ne gro\u00dfe Rolle. Dann gibt&#8217;s au\u00dfer Klamotten auch noch den anderen Kram. Bei Elektronik-Ger\u00e4ten muss man Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die K\u00e4ufer haben &#8211; denn in den meisten F\u00e4llen k\u00f6nnen diese nicht nachvollziehen, ob das Ger\u00e4t *tats\u00e4chlich* funktioniert. Und man kann davon ausgehen, dass die Meisten schon ziemlich oft entt\u00e4uscht wurden. Beispiele: Telefon f\u00fcr 3\u20ac, B\u00fcgeleisen f\u00fcr 5\u20ac, DVD\/CD\/PC-Spiele f\u00fcr 2-3\u20ac. Kann man die Dinge vor Ort testen (also alles was mit Batterie betrieben wird), kann man schon noch etwas mehr verlangen. Und die letzte Kategorie: Krims-Krams. Hier kommts immer auf die &#8222;Gr\u00f6\u00dfe&#8220; und den Original-Wert an. Spielsachen (1-5\u20ac) , B\u00fccher (0,50-1\u20ac), Schminke (0,50-2\u20ac; Kosmetikartikel kaufen die Leute! egal obs benutzt wurde oder nicht!), T\u00f6pfe (5-8\u20ac), Figuren (0,50\u20ac-4\u20ac) und sowas. Man muss sich auch immer selber fragen &#8222;Wie viel ist mir das noch wert?&#8220;. Und man muss im Kopf behalten, dass die Konkurrenz Kisten aufstellt wo &#8222;alles 50 cent!&#8220; draufsteht. Deswegen sollte man aber trotzdem nicht von dem eigenen Preis abkommen. Nach der Einstellung &#8222;meine Sachen sind einfach besser&#8220;. Eine gro\u00dfe Vielfalt von Verkaufs-Gegenst\u00e4nden lockt nat\u00fcrlicherweise auch eine Vielfalt an Menschen an. Es lohnt sich also, Freunden anzubieten, Zeug von Ihnen kostenlos mitzuverkaufen. Es schadet \u00fcbrigens auch nicht ein paar Markensachen zu haben, die man nicht online verkaufen kann, weil sie leichte Defekts (kleine Flecken, kleine L\u00f6cher oder so) haben. Das macht den Stand definitiv attraktiver.<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Die richtige Ausstattung und das richtige Personal ;-)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Je nach Menge des Angebots sollte man sich gen\u00fcgend Tische (keine Decke auf den Boden, das ist unangenehm f\u00fcr die K\u00e4ufer und f\u00fcr dich als Verk\u00e4ufer auch) besorgen, damit sie die Autol\u00e4nge ausf\u00fcllen. Ich zB habe IMMER ein Platzproblem, weil ich soviele Sachen dabei habe. Und falls man Klamotten zum Aufh\u00e4ngen hat, sollte man sich auch einen transportierbaren Kleider-St\u00e4nder besorgen. Das ist es wirklich wert, weil man sonst die meist kostbarste &#8222;h\u00e4ngbare Kleidung&#8220; auf einem Haufen und somit nicht sichtbar auf dem Tisch hat. Und das ist unpraktisch. Ansonsnten braucht man viiiiel Kleingeld, genug T\u00fcten f\u00fcr die Leute, viiiiel zu trinken, eine gute Brotzeit, eine Bauch- oder Umh\u00e4ngegeldtasche f\u00fcr die gro\u00dfen Scheine, eine Box f\u00fcr Kleingeld (getrennt von den Scheinen) und vielleicht einen Stuhl zum hinsetzen (stehend lockt man aber auf jeden Fall mehr Leute an!) Und ja, wenn man viele Sachen hat, sollte man nicht alleine auf den Flohmarkt gehen. Das ist einfach sehr anstrengend, sehr langweilig und sehr umst\u00e4ndlich. Au\u00dferdem kann es nicht schaden, wenn mehrere Leute darauf achten, dass auch nichts geklaut wird. Hier einen riesen Dank an meine flei\u00dfigen, ehrenamtlichen Unterst\u00fctzer Michi, Addy und Chikari.<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Der richtige Aufbau<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Wie schon gesagt: Kleider, M\u00e4ntel usw. auf den Kleiderst\u00e4nder. Den an einem Ende des Standes gut sichtbar auf gleicher H\u00f6he des Tisches aufbauen. Aber wie die Tische belegen? Erstmal in Kleidung und &#8222;Anderes&#8220; unterteilen und gut trennen. Es bringt nichts wenn der Discman unter der Hose liegt. Den sieht dann n\u00e4mlich niemand. Die &#8222;Anderes&#8220;-Ecke dann schon irgendwie sinnvoll ordnen. Schuhe k\u00f6nnen gerne auf den Boden, dann aber auf eine Decke oder auf den Schuh-Karton oder auf den Schuh-Beutel, aber trotzdem immer gut sichtbar! Es bietet sich an, f\u00fcr Schuhe die andere Seite des Tisches zu nehmen (da wo nicht der Kleider-St\u00e4nder steht ;)). Joa und die Kleidung *nicht* feins\u00e4uberlich gefaltet auf Haufen stapeln. Das schreckt ab. Die Leute trauen dann nicht, sich die Sachen anzuschauen. Am Besten ist ein *einigerma\u00dfen* nach Dingen sortierter W\u00fchltisch. Was das bedeutet? Links Hosen\/R\u00f6cke, Mitte Schals\/T\u00fccher, Rechts Oberteile, alles nicht gefaltet auf einen Haufen (laufende \u00dcberg\u00e4nge). Die Leute m\u00f6gen es meistens zu w\u00fchlen. Und oben immer das sch\u00f6nste (Marke uU) hinlegen. Das lockt an und wenn die Leute einmal da sind, schauen sie meistens auch weiter.<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Zeitmanagement<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Oben erw\u00e4hnter Flohmarkt erlaubt einen Einlass von 07:00 und einen Aufbau von 09:00. Das bedeutet f\u00fcr mich: ich stehe um 5:30 auf, bin um 05:50 im Auto (auf jeden Fall am Abend davor packen!) und SP\u00c4TESTENS um 06:15 dort (Diese Zeitplanung h\u00e4ngt nat\u00fcrlich davon ab, wie weit man zum Flohmarkt zum Fahren hat^^). Dann hei\u00dft es: Sich in die Auto-Reihe eingliedern und warten. Oft beginnen sie schon um 06:45 mit dem Einlass. Das geht dann sehr z\u00e4h, weil es 3 Auto-Reihen gibt. Man bezahlt die 15\u20ac beim Reinfahren auf den PEP-Parkplatz. Wenn man zu sp\u00e4t kommt, gibt es unter Umst\u00e4nden keinen Platz mehr und man hat den Abend davor ganz umsonst gepackt. (\u00dcbrigens hab ich keine Ahnung mehr, wie das l\u00e4uft, wenn man ohne Auto da ist). Ist man dann endlich drinnen, wartet man die 1,5-2 Stunden bis 09:00 ab. Davor darf man wegen L\u00e4rmschutz an Sonntagen eben nicht anfangen. Ab dem Zeitpunkt an dem man aufbaut, hei\u00dft es &#8222;Vorsicht!&#8220;. Es werden ganz viele Leute kommen, die nach Schmuck, Elektronik, M\u00fcnzen und sowas fragen. Das sind H\u00e4ndler, die dein Zeug teuer weiterverkaufen. Entweder du l\u00e4sst das zu und verkaufst die Sachen zu *deinem festgelegten* Preis, oder du wartest ein bisschen, eine Privatperson kauft die Sachen sicher auch. Auf keinen Fall \u00fcberrumpeln lassen und dich zu einem geringeren Preis \u00fcberreden lassen. Viele wollen auch in dein Auto schauen, das w\u00fcrde ich in der fr\u00fch zumindest nicht zulassen. Sind diese dubiosen K\u00e4ufer weg, kommen die Privatpersonen, wobei es da nat\u00fcrlich auch welche gibt, die weiterverkaufen. Man sollte, wenn man viele Sachen hat, auf keinen Fall alles &#8222;Wertvolle&#8220; auf einmal raustun, weil sonst sp\u00e4ter dein Stand uninteressant wird. Also immer so ~st\u00fcndlich ein paar Wertvolle Sachen hervorzaubern. Um 16:00 muss der Platz ger\u00e4umt sein, man sollte also um 15:00 langsam anfangen einzupacken. Fr\u00fcher kommt man wegen Platzmangel \u00fcbrigens nur sehr sehr schwer weg.<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Verkaufsstrategie<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Tjo. Da gibts eigentlich nur 3 Regeln.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8211; am Besten 2\u20ac teurer als &#8222;echter Wunsch-Verkaufs-Preis xx\u20ac&#8220; anbieten, die Leute wollen handeln und freuen sich, wenn sie 2\u20ac sparen (auch wenn diese Regel bei mir manchmal nicht klappt, weil meine Mum alles schon vorher beschriftet)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8211; Wenn die Leute nach dem xx+2\u20ac Preis sofort weggehen, kann man ja ein &#8222;OK xx-2\u20ac&#8220;-Preis hinterherrufen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8211; am Wunsch-Verkaufs-Preis festhalten, egal wie sehr sie sich \u00fcber die Sachen beschweren. Standard-S\u00e4tze gegen &#8222;Viel zu teuer!&#8220; und &#8222;Schauen Sie da, das ist schon benutzt&#8220; sind &#8222;Wenn sie das nicht wollen, wird es jemand anderes kaufen&#8220;, &#8222;Dann nehm ichs lieber wieder mit nach Hause&#8220; und &#8222;Das ist es aber nunmal wert!&#8220;. Verk\u00e4ufer die eine &#8222;Ich will das alles nur loswerden&#8220;-Stimmung herr\u00fcberbringen, haben meiner Meinung nach keinen Erfolg, weil sie ihre Sachen zum St\u00fcmper-Preis verkaufen, obwohl die Sachen sehrwohl was wert sind.<\/p>\n<ol>\n<ol>\n<li><strong>Das Klientel und die eigene Einstellung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n<p>Auch wenn die Leute manchmal unfreundlich sind, darf man sich davon auf keinen Fall abschrecken lassen. Selbstbewu\u00dft und hartn\u00e4ckig bleiben, trotzdem freundlich und auf Provokationen nicht eingehen. Wie auf der ganzen Welt gibt es auf dem Flohmarkt freundliche und unfreundliche Menschen. Man darf das alles nicht zu ernst und pers\u00f6nlich nehmen, es soll schlie\u00dflich Spa\u00df machen, die eigenen Sachen noch zu einem fairen Preis n\u00fctzlich weiterzuverkaufen. Und man hat eigentlich immer 1-2 kleine Geschichten zu erz\u00e4hlen, wenn man heimkommt. Ich hab zB einen Shisha-rauchenden-Verk\u00e4ufer gesehen. Oder jemand hat uns gefragt, ob wir eine Gesch\u00e4fts-Aufl\u00f6sung machen. Oder dass wir auss\u00e4hen wie die Scorpions. Wenn man das alles ein bisschen lockerer sieht, kann der Flohmarkt eigentlich kommen! :-)<\/p>\n<p>\u00dcber Erg\u00e4nzungen bin ich froh! Ich w\u00fcnsche euch viel Spa\u00df! :-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war heute auf dem Sonntag-Flohmarkt in Neuperlach auf dem PEP-Parkplatz um dort einige Sachen zu verkaufen. Ich kann den Flohmarkt nur empfehlen, weil er a) kein riesen Flohmarkt (\u00e0 la Riemer Flohmarkt) und b) kein winziger Flohmarkt (\u00e0 la Garagenflohmarkt) ist, also meiner Meinung nach genau die richtige Gr\u00f6\u00dfe hat. 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