Am Busbahnhof Neuperlach Zentrum laufen täglich viele Menschen herum, fast alle steigen entweder aus einem Bus aus oder in einen ein. Danach verschwinden sie. Bis auf das Rosenmütterchen, eine alte Frau, in Kopftuch und alte Kleider gewickelt. Leicht gebückt steht sie da und verkauft Rosen. Sie trägt nicht besonders viele davon bei sich, vielleicht fünf oder sechs Stück, mehr nicht! Jedes mal wenn ich sie sehe erweckt sie tiefgreifendes Mitleid bei mir. Erstens durch ihren bettelnden Gesichtsausdruck. Zweitens dadurch, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass sie Gewinn erwirtschaftet. Wer kauft denn am Busbahnhof in Neuperlach eine Rose? Da ist gleich gegenüber das PEP, ein Einkaufszentrum, in dem es ganze Blumenläden gibt. Das Rosenmütterchen spricht absolut jeden vorbeikommenden Menschen an um Rosen zu verkaufen. Ich habe noch nie gesehen, dass ihr auch tatsächlich jemand eine Rose abgekauft hat! Aber das Rosenmütterchen kommt immer wieder – nicht regelmäßig (jedenfalls ist mir keine Regelmäßigkeit aufgefallen) – aber sie kommt wieder. Ich verstehe nicht, warum. In Spanien, da gab es auch so Leute, die haben dann Coca Cola in Dosen verkauft – und Drogen. Aber das traue ich der alten Frau nicht zu.
Gerade kam im Radio schon wieder eine Geisterfahrer-Warnung. Früher dachte ich, sowas würde nur vereinzelt vorkommen. Laut Wikipedia gibt es in Deutschland ca. 1800 Geisterfahrermeldungen pro Jahr, in Österreich sogar vier mal so viele.
Warum baut man nicht einfach Krallen bei den Ausfahrten, die die Reifen bei falscher Fahrtrichtung zerstechen würden? Wikipedia antwortet hier:
Dies würde aber der Feuerwehr und Rettungsdiensten das Erreichen eines Einsatzortes in Gegenrichtung erschweren, wenn die Autobahn in regulärer Richtung gesperrt ist. Auch ist die Wirkung bei Eis oder Schnee nicht immer die gewünschte.
Ich bin mir sicher, das könnte man in den Griff bekommen. Die Feuerwehr könnte eine Fernbedienung bekommen, mit der sie die Vorrichtung deaktivieren könnte. Oder einen Schlüssel.
Aber vielleicht sind es einfach zu viele Ausfahrten, d.h. es wäre einfach zu teuer. Man müsste ja nicht alle Ausfahrten sofort damit ausstatten, aber so über 10 Jahre hinweg könnte man das doch flächendeckend installieren.

Jetzt, wo ich den Artikel schon veröffentlicht habe, fällt mir noch ein Punkt ein: Michelin forscht an Autoreifen, die gar keine Druckluft mehr verwenden (Link). Solche Reifen könnten über die Sperre unter Umständen problemlos hinwegfahren. Und vor falsch fahrenden Kettenfahrzeugen, insbesondere Panzern, schützt die Vorrichtung auch nicht.
Neulich bog ich die Straße ein, welche just vor der Einfahrt liegt, an dessen mein trautes Zuhause angrenzt. Es ist eine unübersichtliche, weil zugeparkte 30er-Zone. Sacht erhöhte ich den Lenkwinkel, so dass die E200-Limousine den gewünschten Pfad folgte. Sie schnurrte wohlig und zufrieden, ein tiefes, vertrautes Summen – ein wohlbekanntes Geräusch, repräsentierend für „Na Chikari, das haben wir doch gut gemacht – jetzt sollten wir uns beide erstmal ausruhen ^__^“.
Doch diesmal kam alles ein wenig anders. Von vorne kam nämlich ein anderes Auto, also drückte ich sacht auf die Bremse, und der E200 kam fast unmerkbar sanft zum Stehen. Das andere Auto war eine Mercedes S-Klasse Limousine.
Ich erschrak. Das eingebaute Vorfahrtsmodul der S-Klasse ist um einiges mächtiger als das der E-Klasse, und dennoch wagte ich es, den Weg für sie nicht unmittelbar frei zu machen? Welch ein Disaster! Doch Automatik-Mercedes-Fahrer sprechen ihre eigene Sprache. Ich sah in das Führerhaus der S-Klasse. Innen drin saß ein sehr junger Fahranfänger, ich schätze auf einen Menschen meines Alters. Er lächelte, hob die Hand, zeigte auf den glänzenden Mercedesstern an der Front, und reckte die Hand. Er machte das V-Zeichen und lächelte mich an.
Ich lächelte zurück und hob die Hand zum Dank, während ich von der Bremse ging und der Kraftwandler ruckelfrei die Limousine beschleunigte. Durch die Freundlichkeit des anderen Fahrers konnte ich durch die nun entstandene Lücke fahren, ach, schweben, und die letzten Meter bis zu der Garage zurücklegen. Etwas eingeschüchtert schaltete der E200 in den zweiten Gang. Beruhigend deaktivierte ich den Limiter. Keine Angst, E200… die S-Klasse war gnädig und freundlich. So müssen Könige sein. Und ich dachte, dass es doch nett ist, Eltern zu haben, die einen guten Autogeschmack haben und ihre Sprösslinge diese fahrenden Schätze anvertrauen.
Ich nutze diesen Eintrag, um alles Wissenswerte über Automatikgetriebe zusammenzufassen.
In voller Fahrt Rückwärtsgang einlegen (Nicht offiziell)
Wie fährt man Automatikgetriebe
Mit Automatikgetriebe auf die Autobahn
In voller Fahrt Rückwärtsgang einlegen (Offizielle Antwort von Mercedes)
‚Kavalierstart‘ bei Automatikgetrieben? (Offizielle Antwort von Mercedes)